"Zukunftsort Heilbad": Breite Unterstützung für Erhalt des Heilbad-Status

07.03.2026
Pressemitteilung

Ein durchweg positives Feedback gab es beim gut besuchten Themenforum „Zukunftsort Heilbad“ im Kulturkessel von Bad Salzschlirf. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Bad Salzschlirf seine Zukunft als Heilbad sichern kann und welche Konsequenzen ein Verzicht auf das Prädikat hätte.
Als Gäste diskutierten der Landtagsabgeordnete Thomas Hering (MdL) und der Bürgermeister der Kurstadt Bad Orb, Tobias Weisbecker, unter Moderation von Julia Henke. In ihren Beiträgen betonten beide Referenten übereinstimmend, dass es sich für Bad Salzschlirf in vielfacher Hinsicht lohnt, am Heilbad-Status festzuhalten und diesen weiterzuverfolgen. Das Prädikat sei eine besondere Auszeichnung und zugleich ein klares Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb mit anderen Kurorten.
„Der Heilbad-Status ist nicht nur ein Titel – er steht für Qualität, Gesundheitskompetenz und Attraktivität“, war eine zentrale Botschaft des Abends. Gleichzeitig machten die Referenten deutlich: Mit den Anforderungen und Pflichten, die an ein Heilbad geknüpft sind, gehen auch handfeste Vorteile einher – sowohl für Gäste als auch für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Genannt wurden unter anderem der Kurpark als Naherholungsort, ein breites Kultur- und Veranstaltungsangebot sowie positive Effekte auf die Standortattraktivität. Bürgermeister Tobias Weisbecker verwies darauf, dass in Bad Orb die Werte von Grundstücken und Immobilien dadurch um 30 Prozent gestiegen seien. Zudem sei ein Gesundheitsstandort ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, gerade auch für Bad Salzschlirf.
Weisbecker äußerte im Laufe des Abends außerdem die Möglichkeit, die nächsten Schritte in Bad Salzschlirf modular zu planen: „Ein stufenweiser Ausbau könne dabei helfen, Investitionen zunächst überschaubar zu halten und dennoch eine spätere Erweiterung zu ermöglichen.“
Der Landtagsabgeordnete Thomas Hering ermutigte die Bad Salzschlirfer: „Den Kopf nicht in den Sand stecken, weil das mit der Therme nicht zustande kam. Sie müssen mutig sein und sich trauen mit neuen Konzepten etwas aus dem alten Thermenstandort zu machen. Dann unterstütze ich auch weiterhin beim Einfordern von Fördermitteln.“ Genau das hat auch sein Vorgänger Dr. Walter Arnold in dem langen Prozess getan. Nachdem Julia Henke ihn im Publikum gesehen hatte, bat sie ihn um ein paar Worte. Er berichtete von vielen Gesprächen, zusammen mit Bürgermeister Kübel, die in Wiesbaden geführt wurden. Es sei sogar ein eigenes Gesetz geplant gewesen, um dem kleinen Heilbad Bad Salzschlirf mit großen Summen unter die Arme zu greifen. „Die Pläne waren fertig, es war kurz vor der Unterschrift und Baubeginn. Dann kam der Ukrainekrieg und die Bau- und Energiekosten explodierten“, wodurch der Bau nicht mehr finanzierbar war. Er ermutigte die Anwesenden Politiker, „machen Sie weiter, entwickeln Sie neue Konzepte. Und vor allem, das ist ganz wichtig, treten Sie mit einer Stimme auf. Das muss durch alle Fraktionen einstimmig durchgehen, dann haben Sie gute Aussicht auf Erfolg“, so Dr. Arnold.

Insgesamt wurde zu den Themen des Abends aus der Veranstaltung heraus betont, dass die Aufgaben fraktionsübergreifend angegangen werden sollten. Ziel müsse es sein, als Kommune geschlossen auf höhere Entscheidungsebenen zuzugehen, gemeinsam einen realistischen Weg zu finden, um gerade auch den Heilbad-Status dauerhaft zu sichern.
In seinem Schlusswort ging der CDU-Vorsitzende Alexander Kluge noch einmal auf die Kandidatenliste ein, „Wir bieten wirklich eine gute Mischung – vom Geschäftsführer bis zum Azubi, Menschen mit Erfahrung genauso wie neue Gesichter mit frischen Ideen.“
Gerichtet an die Unschlüssigen Wähler sagte er, „Beim Wählen ist es ein bisschen wie beim Kuraufenthalt – es wirkt nur, wenn man auch hingeht.“