CDU Bad Salzsschlirf
Die vier örtlichen Fachkliniken, die Klinik und Gesundheitszentrum am Kurpark, die Tomesa-Fachklinik, die Reha-Klinik Naturana und die Klinik Verus Bonifatius sind von zentraler Bedeutung für den Gesundheitsstandort Bad Salzschlirf. Mit den insgesamt 400 Betten sind sie wichtige Arbeitgeber und tragen maßgeblich zur Außenwirkung des Heilbades bei.
Ein erster Besuch führte die CDU-Mandatsträger kürzlich in die Klinik am Kurpark. Der Chefarzt Dr. Kartz-Bogislav Baller stellte das Behandlungsangebot der Klinik vor. Von wesentlicher Bedeutung für die Belegung sind die Anschluss-heilbehandlungen von operierten Patienten aus den vorwiegend umliegenden Krankenhäusern. Nach Operationen werden die Patienten meistens schon nach 7 Tagen zur Anschlussheilbehandlung in die Reha-Klinik verlegt. Nach den Ausführungen von Dr. Baller hat das in der Regel einen hohen ärztlichen Betreuungs- und Pflegeaufwand zur Folge.
Kostenträger sind für Erwerbstätige (abhängig Beschäftigte) die Rentenversicherungsträger, ansonsten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen.
Für die Reha-Aufenthalte, die zwischen 18 und 28 Tage dauern, erstatten manche Krankenkassen nur eine Pauschale. Darin enthalten sind alle Leistungen der Unterbringung und Verpflegung sowie die pflegerische, ärztliche und therapeutische Versorgung inkl. der Medikamente.
Dr. Baller wies darauf hin, dass vor allem die Pauschalen, aber teilweise auch die Tagespflegesätze der gesetzlichen Kranklenkassen häufig finanziell kaum auskömmlich seien. Höhere Vergütungen seien kaum erreichbar, da die Krankenversicherungen eine stärkere Verhandlungsposition haben als eine einzelne Reha-Klinik. Während bei den Akutkrankenhäusern Investitionen durch das Land gesondert finanziert werden (duale Krankenhausfinanzierung), müssen die Reha-Kliniken notwendige Inveestitionen aus den Einnahmen des laufenden Betriebes erwirtschaften. Dr. Baller monierte diese Ungleichbehandlung in gleicher Weise wie das Belegungsrisiko, da die Versicherer keine Belegungsgarantien geben.
Hinzu komme, dass es immer schwieriger werde, Ärzte und qualifizierte Therapeuten sowie Pflegepersonal zu finden.
Einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag in der Klinik am Kurpark leisten Patienten, die als Privatzahler eine Rehabilitationsmaßnahme bzw. einen Gesundheitsurlaub machen. Der Anteil an der Gesamtbelegung mache bis zu einem Drittel der Gäste aus.
Die Klinik hat ca. 100 Betten und ist mit umfangreichen Therapieeinrichtungen wie einer Schwimmhalle, modernen Fitnessgeräten und vielfältige Therapieeinrichtungen ausgestattet, zu denen auch Mooranwendungen gehören.
An den Vortrag schloss sich eine Besichtigung der Klinik an.
Der CDU-Vorsitzende Alexander Kluge bedankte sich im Namen der Teilnehmer für den sehr informativen und beeindruckenden Abend.


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